Spielmannszug Wehr e.V.

Aktuelles

Sommerausklang

Man könnte meinen, nach Kirmes ist der September gelaufen...von wegen! Der ein oder andere Auftritt stand noch an im Spätsommer. Am 14. September folgte unser Spielmannszug der Einladung des Wehrer Kindergartens zum Kindergartenfest. Bei sonnigem Wetter gaben wir den kleinen und großen Zuhörern eine kleine, musikalische Kostprobe.

Am 29. September folgten wir dann gemeinsam mit der Schützenbruderschaft traditionell der Einladung aus Hillensberg zur St. Michael Kirmes. Es war zwar extrem nass, aber im Gegensatz zum Vorjahr fiel der Kirmesaufzug nicht ins Wasser und wir nutzten eine Regenpause, um uns die üblichen Höhenmeter durch unser Nachbardorf zu spielen. Anschließend wurde es wie immer kurz, aber schwerst gesellig im Bürgerhaus.

KIRMES 2019

Am ersten Septemberwochenende befand sich unser Dorf wieder für vier Tage im Ausnahmezustand...zumindest jene Wehrer, denen unsere Vereine und das dörfliche Miteinander am Herzen liegen, verbrachten die meiste Zeit am und auf dem Festzelt und feierten ihre Kirmes (...die übrigen hatten wohl selbst die niederländische Übersetzung auf unseren Kirmes-Flyern leider nicht gelesen oder verstanden....schade, aber wir bleiben hartnäckig!).

Am Freitagabend startete sie wieder, die legendäre 80 Cent - Party mit DJ Raja...legendär?! Ja, doch, nach sechzehn erfolgreichen Jahren kann man sich schon einen kleinen Legendenstatus in den Rankings der Zeltfeten der Region einräumen und auch in diesem Jahr wurde dieser Status bestätigt. Erneut lockte die Party wieder mehrere hundert junge und junggebliebene Besucher nach Wehr und so wurde bei bester Stimmung und leckeren Getränken von der Centjes-Bar bis tief in die Nacht gefeiert.

Nach dem gelungenen Auftakt am Freitag stand am Samstagabend unser Königspaar Marc Schürmann und Bonnie Huken im Mittelpunkt der Feierlichkeiten. Auf dem Königsball tanzten die beiden bereits zum dritten und vorerst letzten Mal ihren Königswalzer auf dem Festzelt, denn ab dem nächsten Jahr werden sie unsere Schützenbruderschaft als Kaiserpaar repräsentieren (save the date: Kaiserfest Wehr 26. - 28. Juni 2020). Neben der Königshuldigung wurden zudem noch mit Willi Heynen und Josef sowie Florian Dahlmanns drei verdiente Schützenbrüder geehrt.
Mit der Stimmungsband "Alive" hatten unsere Kirmesplaner wieder einmal eine sehr gute Wahl getroffen. Mit ihrem sehr abwechslungs- und umfangreichen Repertoire heizten die Musiker den Besuchern des Königsballs mächtig ein und wir freuen uns alle schon auf das nächste Jahr, wenn die Band wieder das Zelt rocken wird. Wer also noch ne gute Band sucht...wir können für die "Alive"-Musiker nur eine absolute Empfehlung aussprechen!

Als wäre Kirmesfeiern nicht schon anstrengend genug, stand am Sonntag mit dem zweiten diesjährigen Dekanatsschützenfest auch noch ein kleiner, aber nicht gerade unbedeutender Zusatzauftritt auf der Agenda für Schützen und Spielmannszug. Dass der Termin für unsere Wehrer Kirmes am ersten Septemberwochenende schon vor Beginn der Aufzeichnungen in Stein gemeißelt wurde, hatte man in Gangelt wohl nicht mitbekommen. Und so zogen wir am Sonntagnachmittag zunächst durch das festlich geschmückte Gangelt.

Eine frühe Startnummer und die gestattete Nichtteilnahme am Vorbeimarsch ermöglichten dann jedoch noch unseren etwas späteren Kirmesumzug durch Wehr. Gemeinsam mit dem Trommler- und Pfeiferkorps Hillensberg sowie der St. Michael Schützenbruderschaft zogen wir die gewohnte Runde durch Wehr, ehe man den Tag bei einem zünftigen Dämmerschoppen auf dem Festzelt ausklingen ließ. Zu späterer Stunde geleitete der harte Kern (1 Tambourmajor, 2 Trommler, 2 Flöten, 3 Schützen und 1 Bald-Schütze) natürlich noch das Königspaar zum Königshaus, wo am Ende eines langen und anstrengenden Tages gesellig am Lagerfeuer noch ein, zwei Bierchen getrunken wurden.

Es ist erst zu Ende, wenn es zu Ende ist...und in Wehr ist erst am Montagabend Ende...meistens ziemlich spät. Aber erstmal ging es morgens mit dem traditionellen Kirchgang los, ehe man sich auf dem Festzelt zum Dorffrühstück einfand. Familie Backhaus und Gehilfen hatten wieder einmal ein Frühstück der Extraklasse gezaubert und so war es sehr erfreulich, dass neben den Vereinsmitgliedern viele Dorfbewohner den Weg zum Festzelt fanden.

Das Frühstück ging dann in einen Frühschoppen über, der jedoch nur von kurzer Dauer war, da schon um 14 Uhr der Klompeaufzug anstand. Am frühen Nachmittag machte sich ein 3000 Kilo schwerer Tross (echt jetzt, wir haben gewogen, beim örtlichen Baustoffhändler) auf in Richtung Königshaus. Nach kurzem Aufenthalt und kleiner Stärkung ging es dann so schnell, wie es das hölzerne Schuhwerk zuließ, zurück zum Festzelt.

Bei tollem Wetter bildete der Klompeball dann einen geselligen und würdigen Abschluss einer schönen Kirmes, auf die wir uns nun wieder ein Jahr freuen dürfen. Auch am Montag erhielten König und Königin wieder Geleit auf dem Heimweg und beim diesmal schon sehr frühen Nachtschoppen gönnte man sich die letzten Kirmesbierchen. Ende gut, Kirmes gut, alles gut! Wat eh Wehr!

Zum Schluss gilt es noch DANKE zu sagen!
Die St. Severinus Schützenbruderschaft bedankt sich ganz herzlich bei allen Vereinsmitgliedern, Dorfbewohnern und Freunden, die unser Fest mit ihrem Engagement Jahr für Jahr erst ermöglichen! Vielen Dank dafür!!!

Borsato in Concert

Hier ein Video zu unserem Auftritt bei der Selfkantplakette in Isenbruch mit unserem Konzertstück "Borsato in Concert":

VIDEO

An dieser Stelle ein Dank an unseren Spielmannskollegen TJ Knarren, der in Isenbruch einige Vereine gefilmt hat.

Kirmes Programm 2019

An manchen Tagen ist man der Hund, an anderen die Laterne

18. August 2019…Selfkantplakette in Isenbruch…ich würde mal gerne wissen, wer in Isenbruch sein Tellerchen nicht leer gegessen hatte...vielleicht wollte Petrus auch nur die Wettertauglichkeit der neuen Isenbrucher Festwiese testen…was da jedenfalls an Regen runter kam, war nicht normal…wat eh weer! Tja, leider nur „wat eh weer“ und nicht „Wat eh Wehr“, aber dazu später mehr…

Während es noch schüttete, standen wir Wehrer noch bei einem kurzen Einspielen der Stücke in unserem Dorfzentrum…trocken…bei zunehmend schlechterer Luft...letztlich doch länger, als geplant…aber Hauptsache trocken. Während Peter von nächtlichen Hundeerlebnissen berichtete, feilte unsere Cheftaktgeberin noch am letzten Schliff und wollte uns auch ihre nächtlichen Geistesblitze für unser Konzertstück nicht vorenthalten….seltsam, dieses Mädel aus Kerkrade…


Als wir dann am frühen Nachmittag in Isenbruch eintrafen, hatte es Gott sei Dank aufgehört zu regnen und bald nach dem Einzug ging es auch schon auf eine kleine Runde durch die westlichste Siedlung unserer Republik. Eigentlich hatten wir uns fest vorgenommen in Abwesenheit von Tambourmajor und „Drill Instructor“ Mark nochmal einen raus zu hauen und den Preis in Festzug und Vorbeimarsch abzuräumen. Aber…die Zeiten, in denen Män sein auf 45 Mann bestens formatiertes Korps in Fünferreihe durch die Straßen des Selfkants lotste, sind dann leider doch schon etwas länger her, und so mussten wir uns realistisch Montforter, Höngener und Haverter (Vorbei-) Marschüberlegenheit beugen.


Primäres Ziel an diesem Nachmittag war es aber ja auch, einen vernünftigen Auftritt bei der Ausspielung der Selfkantplakette hinzulegen. Sicherlich haben wir dem Wettbewerb in den letzten Jahren bewusst einen anderen Stellenwert eingeräumt und nicht mehr ganz so akribisch malocht wie noch in früheren Jahren…aber unterm Strich sind auch in diesem Jahr wieder viele Probenstunden zusammengekommen, in denen man trotz kleinerer Hindernisse fleißig und erfolgreich musiziert hat.

Nachdem Havert und Montfort aufgespielt hatten, waren wir relativ schnell als Nummer 3 auf der Bühne. Mit dem „Boshoven Mars“ hatten wir sicherlich ein leichteres Stückchen im Gepäck, mit dem Konzertstück „Borsato in Concert“ dann aber auch schon anspruchsvollere Musik.

Beide Stücke haben wir gut vorgetragen und so zauberten wir unserer Lieblingsdirigentin mit dem Schlusston wie so oft ein strahlendes Lächeln ins Gesicht. Schade war nur, dass gerade unser Konzertstück wegen der enormen Lautstärke auf dem Festzelt etwas unterging. Selbst auf der Bühne war es schwer, die eine oder andere Flötenstimme zu hören. Klar, ein Festzelt ist kein Konzertsaal, aber man kann schon hinterfragen, warum es beim Wertungsspiel nicht einfach leiser zugehen kann…davon hätten ja alle etwas. Vielleicht finden die Vereine gemeinsam da mal eine Lösung zur Verbesserung der Situation….jedenfalls packten wir mit nem guten Gefühl unsere Instrumente ein, wenn auch bei mancher Flötistin eine gewisse Unsicherheit wegen der Lautstärke hängen blieb…hatten die Herren Stoffels und Willems denn auch gehört, wie gut wir waren? Hoffen wir’s mal!


Der weitere Nachmittag wurde dann mit der Aufnahme fester und vor allem flüssiger Nahrung sowie dem Lauschen der anderen Vereine zugebracht. Schnell noch den Selfkantmarsch gespielt, bei dem wir auf Grund eines sehr unglücklichen, logistischen Problems leider nur dezimiert antreten konnten und dann war sie auch schon da, die Preisverleihung…aber mal langsam….nicht so schnell, Herr Bürgermeister! Nachdem die Pokale für Festzug und Vorbeimarsch im Eilverfahren überreicht wurden, war der Höngener Tambourmajor kaum von der Bühne, da wurde er nochmals nach oben gerufen ….für den 3. Platz…Moment mal…Ist das jetzt schon Plakette?…Ist Höngen Dritter? Also in diesem Jahr hat uns der Bürgermeister echt überrumpelt…wo waren sie hin, die Ampeln und Farbenlehren á la Corsten? So schnell wurden die Preise noch nie an den Mann gebracht. Ein kleiner Spannungsbogen wurde dann doch aufgebaut, bevor Saeffelen als Zweitplatzierter genannt wurde…als Herr Corsten schließlich mit dem Hinweis ansetzte, dass es ja schon so manche Abo-Sieger gegeben habe, dauerte es nicht lange und glückliche Schalbrucher lagen sich freudetrunken in den Armen. An dieser Stelle herzlichen Glückwunsch an das Trommler- und Pfeiferkorps Schalbruch zur erfolgreichen Titelverteidigung!


Nachdem wir uns mal kurz geschüttelt hatten und auch einige Hände geschüttelt hatten, holte Män unsere Partituren…na? Wo sind wir wohl gelandet? Wieder Vierter? Fünfter? Der Blick unseres langjährigen Tambourmajors zeugte von keiner allzu tollen Nachricht:

7. Platz! 262 Punkte! Bähm! Autsch! Der saß!

Dieses Jahr haben sie uns fast alle abgehängt…Schalbruch (289 Punkte) vorne weg mit einem 27-Punkte-Vorsprung…dahinter Saeffelen (280 Punkte) gefolgt von Höngen (275,5 Punkte)…Süsterseel (272,5) entwischte auf dem 4. Platz vor den Gastgebern aus Isenbruch (264,5) und Havert (263,5)…nur den Spielleuten aus Hillensberg (260) fehlten ganze zwei Punkte, sonst hätten die uns auch noch gekriegt. Also manch einer musste dann doch zweimal schlucken, um das zu verdauen…die Hoffnung auf einen Podestplatz hat man ja jedes Jahr irgendwie und wenn es dann knapp nicht reicht, ist das auch okay…aber dieses Ergebnis war schooooon……hm…komisch.

Wie so oft in den letzten Jahren hatte schon so mancher Verein die Heimreise angetreten und so blieben wir neben einem Höngener Trupp und den Isenbruchern noch eine Zeit lang am Zelt und leckten unsere Wunden…ein wenig ärgern darf man sich ja auch mal, ohne direkt als schlechter Verlierer zu erscheinen…und was für Ideen dabei rumkommen!!! Von Verschwörungstheorien bis hin zum Karnevalsschlager… Klar, wären wir auf dem Treppchen gelandet, hätte keine Sau sich darüber Gedanken gemacht. Aber heute stand eine Mannschaft auf der Bühne, mit der wir schon so manche Schlacht geschlagen haben und die einen guten Auftritt hingelegt hat, der sich einfach nicht nach dem vorletzten Platz angefühlt hat….relativ betrachtet jedenfalls.


Aber aus Niederlagen lernt man ja bekanntlich und auch so ein Ergebnis hat dann irgendwo seine Botschaft für uns…und weiter geht’s! Mer muss och jünne künne und eine stolz getragene Niederlage ist ja auch ein Sieg! Am 17. Mai 2020 in Süsterseel greifen wir wieder an! …und jetzt freuen wir uns erst einmal auf die Wehrer Kirmes!

Wat eh Wehr!